Politische Subkultur

Ich bin gerade fasziniert, wie das grafische Mittel der Sprühschablone in Deutschland von der Politik aufgegriffen wird – schön zu sehen in einem Bild auf Flickr: Bundesparteitag der SPD am 14.06.2009.
Da wird offensichtlich eine Bildsprache, welche aus den Protesten gegen Zensursula und Stasi 2.0 kommt von einer grossen Partei nachgeahmt.

Im Artikel zum Thema Subkultur hatte ich geschrieben: Der Kontext spielt bei der Dekodierung der Botschaft eine bedeutende Rolle: Ein den Graffiti entlehntes grafisches Zeichen auf einer Müslipackung ist weder aufregend noch gefährlich oder subversiv und mit der Authentizität ist es auch nicht weit her.

Ich hätte nicht gedacht, dass diese Aussagen so zeitnah und so genau passen würde. Nun ja, gefährlich könnte das ganze schon werden, aber nur für die Bürgerrechte.

Update: Das mit den Bürgerrechten hat sich jetzt ja wohl erledigt.

Gruss
Andreas

Angewandte Semiotik …

Heute bin ich einem Beispiel begegnet, welches den Unterschied zwischen Denotation und Konnotation perfekt zu illustrieren vermag, von der Rückscheibe eines chiquen Kleinwagens lachte mich das folgende Zeichen an:

yasui

Eine Denotation ist die Bedeutungszuordnung zu einem Zeichen – damit eine Kommunikation mittels dieses Zeichens funktionieren kann muss diese Denotation von mehreren Leuten geteilt werden – man muss sich also verstehen. Auf dieser Ebene dürfte das Zeichen in unserem Kulturraum nicht von allen verstanden werden.

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