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	<title>schöner fotografieren</title>
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	<description>Schärfe ist wichtig, vorallem bei der Selektion</description>
	<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 18:43:48 +0000</pubDate>
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	<language>en</language>
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		<title>Geschafft &#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Apr 2012 19:57:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas hurni</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[What's new]]></category>

		<category><![CDATA[Barrierefrei]]></category>

		<category><![CDATA[CSS]]></category>

		<category><![CDATA[Licht]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Webseite hat wieder mal eine kleine Erweiterung erfahren. Das letzte Jahr war äusserlich nicht viel geschehen, hinter den einzelnen Seiten hat sich jedoch der ganze Code gewandelt. Den Editor, welchen ich zuvor verwendet hatte war mir zusehends suspekt geworden, er hatte lange Zeit gedient, aber je mehr ich in den Code hineinsah, desto weniger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://andreashurni.ch/index2.html" target="_blank">Webseite</a> hat wieder mal eine kleine Erweiterung erfahren. Das letzte Jahr war äusserlich nicht viel geschehen, hinter den einzelnen Seiten hat sich jedoch der ganze Code gewandelt. Den Editor, welchen ich zuvor verwendet hatte war mir zusehends suspekt geworden, er hatte lange Zeit gedient, aber je mehr ich in den Code hineinsah, desto weniger wollte mir gefallen was ich sah. Jetzt werden die Seiten von Hand geschrieben. Dafür musste ich mich erst in die Materie eindenken, das war eigentlich gar nicht so schwer wie ich vorerst dachte. Vielleicht müsste ich hier ein Buch erwähnen:</p>
<blockquote><p>Einstieg in CSS<br />
Grundlagen und Praxis<br />
von Elisabeth Wetsch</p></blockquote>
<p>Die Schwierigkeit lag eher darin, ein anständiges Layout zu finden, gut lesbar, einigermassen übersichtlich und navigierbar sollte es sein. Dieser Suche verdanken sie also die vielen kleinen Wechsel des Aussehens der Website in der letzten Zeit.</p>
<p>Dann war da noch ein Leser, der mir mitteilte, dass er meine Seite zwar schätzen würde, die Courier New Schrift sei aber reichlich dünn für Personen mit Sehschwächen und von diesen nur schlecht zu lesen. Dieser Umstand führte zu dem komischen Link &#8220;Barrierefrei&#8221; auf der Indexseite. Wenn sie irrtümlich darauf geklickt haben finden sie über den darunter liegenden Link &#8220;Standard&#8221; wieder zur Normaldarstellung zurück.<br />
Ich nehme an, damit dürfte das Aussehen von jetzt an wieder für eine Weile stabil sein und die Arbeit wird mehr in die inhaltliche Erweiterung der Seite fliessen.</p>
<p><img src="http://andreashurni.ch/bildgestaltung/licht/bilder/37.jpg" alt="" width="433" height="289" /></p>
<p>Doch welches ist jetzt die erwähnte Erweiterung. Das verwegendste Thema für eine fotografische Webseite, im Wissen darum dass das Thema nicht ganz klein ist hatte ich mich bisher ein wenig darum herumgedrückt: <a href="http://andreashurni.ch/bildgestaltung/licht/index.html" target="_blank">Licht</a>.</p>
<p>Gruss<br />
Andreas</p>
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		</item>
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		<title>Wenn wir wissen warum wir fotografieren &#8230;</title>
		<link>http://andreashurni.ch/blog/?p=41</link>
		<comments>http://andreashurni.ch/blog/?p=41#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Feb 2011 20:39:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas hurni</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Fotografieren]]></category>

		<category><![CDATA[Bildgestaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[Betreffend der letzten beiden Postings zur Bildgestaltung fielen viele Worte.  Die Frage tauchte auf:
Wenn wir wissen &#8220;Warum&#8221; wir fotografieren, wissen wir dann auch &#8220;Wie&#8221; wir Fotografieren müssen?
Es ist eine Frage nach der Motivation, gleich wir auch der Kriminalist nach dem Motiv fragt. Anhand eines Beispiels: In den Kommentaren wurden Hochzeitsbilder angesprochen.
Weshalb fotografieren wir eine Hochzeit? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Betreffend der <a href="http://andreashurni.ch/blog/?p=39" target="_self">letzten</a> <a href="http://andreashurni.ch/blog/?p=40" target="_self">beiden</a> Postings zur Bildgestaltung fielen viele Worte.  Die Frage tauchte auf:</p>
<blockquote><p>Wenn wir wissen &#8220;Warum&#8221; wir fotografieren, wissen wir dann auch &#8220;Wie&#8221; wir Fotografieren müssen?</p></blockquote>
<p>Es ist eine Frage nach der Motivation, gleich wir auch der Kriminalist nach dem Motiv fragt. Anhand eines Beispiels: In den <a href="http://andreashurni.ch/blog/?p=40#comments" target="_self">Kommentaren</a> wurden Hochzeitsbilder angesprochen.</p>
<p>Weshalb fotografieren wir eine Hochzeit? Weil diejenigen, welche heiraten, Hochzeitsbilder wollen.<br />
Wie fotografieren wir? Möglichst so, dass die Bilder als Beleg für eine gelungene Hochzeit dienen, dass die anwesenden Personen sich erkennen. Die Bilder haben also einen Zweck.<br />
Auch nach den Zeichen wurde gefragt. Sicher mal die ganzen Rituale, das übliche im Rahmen der Hochzeitsfotografie und dann alles danach.<br />
Aber es gibt ein viel subtileres Zeichen. Ich hatte mal die Gelegenheit, einen Vortrag des Hochzeitfotografen <a href="http://www.jeffascough.com/" target="_blank">Jeff Ascough</a> mitverfolgen zu dürfen. Er sprach vorallem sehr viel über Licht. Sinnigerweise gehört Licht und Kirche zusammen - und so nehmen wir also Licht in Form des farbenen Kirchenfenster in den unscharfen Hintergrund des Bildes. Wenn wir jetzt die Bilder von Jeff Ascough betrachten fällt uns das Licht überall auf.</p>
<p>Gruss<br />
Andreas</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Bilder nehmen &#8230;</title>
		<link>http://andreashurni.ch/blog/?p=40</link>
		<comments>http://andreashurni.ch/blog/?p=40#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 05 Feb 2011 15:03:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas hurni</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Fotografieren]]></category>

		<category><![CDATA[Bildgestaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[never have taken a picture I&#8217;ve intended. They&#8217;re always better or worse. (Diane Arbus)
Wie lernen wir Bildgestaltung? war die Ausgangsfrage beim letzten Posting - Die Bildgestaltung kann aus unterschiedlicher Perspektive wahrgenommen werden, in den Kommentaren zu besagtem Posting wird - bildlich gesprochen - um das Bild herumgestanden und die Sicht aus unterschiedlicher Richtung präsentiert.
Die Frage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>never have taken a picture I&#8217;ve intended. They&#8217;re always better or worse. (Diane Arbus)</p></blockquote>
<p>Wie lernen wir Bildgestaltung? war die Ausgangsfrage beim letzten Posting - Die Bildgestaltung kann aus unterschiedlicher Perspektive wahrgenommen werden, in den Kommentaren zu besagtem Posting wird - bildlich gesprochen - um das Bild herumgestanden und die Sicht aus unterschiedlicher Richtung präsentiert.</p>
<p>Die Frage die sich für mich stellt: Sind die Ansichten kompatibel - und falls ja, ergibt sich daraus eine Gesamtsicht?</p>
<p><span id="more-40"></span></p>
<p>Hier möchte ich vorerst auf zwei Punkte eingehen, welche meiner Meinung nach miteinander verknüpft sind.</p>
<p>Eine Ansicht ist diese: Für den nicht inszenierenden Fotografen ist das Bild durch die Realität bereits gestaltet, es eröffnen sich genau die beiden Möglichkeiten Bild nehmen resp. sein lassen. Hierin liegt eine Differenz zwischen Malern und Fotografen. Während der Maler die Realität nicht so braucht wie er sie ins Bild malt, ist der Fotograf angewissen auf ein exaktes Motiv, zumindest wenn man davon ausgeht, dass er nicht nachträglich am Bild herummontieren will (was dann wiederum eher der Malerei entsprechen würde).</p>
<p>Ein weiterer Einwand: Beim Blick durch den Sucher eröffnen sich dem Blick nicht geometrisch abstrakte Linien, Formen und Punkte, sondern reale Köpfe, Bäume oder was auch immer - sie wissen was gemeint ist.</p>
<p>Die beiden Argumente vereinen sich in diesem Satz:</p>
<blockquote><p>Was, wenn ich herausfinde, dass ich zwei Menschen - gedacht als Punkte - gar nicht frei Anordnen kann, weil meine Kamera keinen Mensch-Move-Knopf hat?</p></blockquote>
<p>Eine berechtigte Frage - sollten wir da nicht alle die Sinnlosigkeit unserer Tätigkeit einsehen und das Fotografieren einstellen? Was sie vorhaben weiss ich nicht - für meine Person kann ich sagen, dass ich gelernt habe sinnlose Tätigkeiten zu schätzen (auch in Anbetracht dessen was uns oftmals als sinnvoll vorgestellt wird).</p>
<p>Es ist natürlich richtig dass alles schon arrangiert ist und wir die Bilder nur nehmen. Die Welt ist eine grosse Szenerie und der Fotograf entnimmt ihr kleine Ausschnitte als Bilder. Der kreative Vorgang ist deshalb auch eher eine Bildauswahl als eine Bildgestaltung. Der Fotograf malt nicht, er wählt aus, reduziert, räumt auf. Der Vorgang reduziert sich auch nicht auf die Zeit vor dem Auslösen - er beginnt vor dem Blick durch den Sucher, geht über das Auslösen hinweg zum nächsten Bild und hört nicht auf wenn die Kamera weggelegt wird. Das anschliessende Sortieren der Bilder gehört dazu.<br />
Zuerst will das Motiv als potentielles Bild erkannt werden - in vielen Fällen schreit das Motiv nicht und der Fotograf muss es selbst erkennen - es gibt hier natürlich Ausnahmen (Wegweiser: Photo Look Out). Ist es klein genug kann sich der Fotograf um das Motiv herumbewegen, es aus unterschiedlichster Perspektive betrachten - durch den Sucher betrachten - weiter weg oder näher hingehen, die Schärfe und deren Tiefe festlegen und den Bildwinkel ändern. Derart tastet sich der Fotograf an das Bild heran - sein Näherkommen wird er intuitiv fühlen. Dann ist das Bild fast da, jetzt wird noch verfeinert. Hier kommt meines Erachtens nach die klassische &#8220;Bildgestaltung&#8221; ins Spiel. Sobald man sich auf sie achtet sind plötzlich all deren Aspekte da. Hier kriegt die Gestaltung einen handwerklichen Touch. Die Linien werden gerichtet, nochmals auf störende Elemente geachtet, der genaue Auschnitt bestimmt.</p>
<p>Eines der wirkungsvollsten Mittel um Bilder nachträglich zu verbessern ist dann auch der Bildausschnitt - er macht fertig was wir bei der Aufnahme zuwenig genau abgewogen hatten. Den Standort können wir derart zwar nicht mehr ändern, mehr zeigen geht auch nicht mehr, aber erfahrungsgemäss wird eher zuviel mitfotografiert als zuwenig.</p>
<p>Das andere nachträgliche Gestaltungsmittel ist die Selektion. Hier besteht nochmals die Gelegenheit zu entscheiden, welchen Teil wir stellvertretend für das Ganze stehen lassen wollen.</p>
<p>Gruss<br />
Andreas</p>
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		</item>
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		<title>Fotografieren mit oder trotz Regeln?</title>
		<link>http://andreashurni.ch/blog/?p=39</link>
		<comments>http://andreashurni.ch/blog/?p=39#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 30 Jan 2011 11:33:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas hurni</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Fotografieren]]></category>

		<category><![CDATA[Anfänger]]></category>

		<category><![CDATA[Begeisterung]]></category>

		<category><![CDATA[Bildgestaltung]]></category>

		<category><![CDATA[Fotokurs]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie wendet man Kompositionsregeln beim Fotografieren an? Diese dürfte immer dann eine zentrale Fragen sein wenn Bücher oder Webseiten zum Thema Bildgestaltung gelesen werden.
Wenn ich mir mein eigenes diesbezügliche Vorgehen beim Fotografieren überlege komme ich zum Schluss, dass ich diese Regeln beim Fotografieren nicht im eigentlichen Sinne anwende. Ihren Nutzen entwickeln diese Kompositionsregeln eher indem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie wendet man Kompositionsregeln beim Fotografieren an? Diese dürfte immer dann eine zentrale Fragen sein wenn Bücher oder Webseiten zum Thema Bildgestaltung gelesen werden.<br />
Wenn ich mir mein eigenes diesbezügliche Vorgehen beim Fotografieren überlege komme ich zum Schluss, dass ich diese Regeln beim Fotografieren nicht im eigentlichen Sinne anwende. Ihren Nutzen entwickeln diese Kompositionsregeln eher indem ich über sie nachdenkte wenn ich nicht am Fotografieren bin, mir jedoch von den einzelnen Fragestellungen dies sich dazu ergeben versuche einen Begriff zu machen.</p>
<p>Ein paar Kurzgedanken dazu:</p>
<ul>
<li><span id="more-39"></span>Um über eine Sache nachzudenken muss man sich dazu einen Begriff machen, resp. davon einen Begriff haben.</li>
<li>Es lässt sich nicht denken wovon man keinen Begriff hat.</li>
<li>Der gemachte Begriff stellt eine Abstrahierung dar. Wird der Begriff verwendet, so stehen dahinter jeweils das ganze Set einzelner Bedeutungen, welches zu eben diesem Begriff führte und fortan zusammen diesen Begriff ausmacht.</li>
<li>Die Sprache entscheidet somit, wie und worüber wir denken.</li>
</ul>
<p>Ein Beispiel um diese zu verdeutlichen: Ich hatte mal einen Chef, welcher gerne mit Kunden ins Labor kam und jeweils die Aufgabe stellte: &#8220;Erklären sie in einem Satz was sie hier machen&#8221;. Diese Aufgabe konnte meinerseits auf zwei Arten nicht erfüllt werden:</p>
<ul>
<li>Die erste Möglichkeit bestand in der Verwendeung von Fachbegriffen, bekanntlich lassen sich mit den richtigen Begriffen auch komplexere Zusammenhänge in einfachen Sätzen darstellen. Das Problem bestand darin, das Fachbegriff mit der fachgebietspezifischen  Art des Denkens verknüpft sind und deshalb nur innerhalb des Fachgebiets verstanden werden.</li>
<li>Die andere Möglichkeit des Misserfolgs bestand darin, die notwendigen Zusammenhänge in der Antwort ebenfalls kurz anklingen zu lassen und dadurch den vorgegebenen Rahmen zu sprengen.</li>
<li>Was der Chef nie erfuhr: Es gab noch eine dritte Art, die Aufgabe nicht zu erfüllen. Ich verwendete jeweils Begriffe aus seiner Begriffswelt - er glaubte dann unter dem gesagten etwas zu verstehen und zog anschliessend weiter. Was im Labor vor sich ging erfuhr er nie.</li>
</ul>
<p>Abstrahierungen wohnt die Gefahr inne, dass man das individuelle in ihnen vergisst und der Begriff sich von der realen Welt absetzt und verselbstständigt. Dies kann unbeabsichtigt geschehen, kann aber auch beabsichtigt sein, bei politisch korrekten Begriffen zum Beispiel, oder zur Vertuschung der wahren Verhältnisse (wie  z.B. beim Begriff &#8220;Kollateralschaden&#8221;). Dies sind dann die unglücklichen Momente, wenn wir nicht mehr verstanden werden - siehe Finanzbrache - oder eine Theorie nicht mehr in Praxis umsetzen können - z.B. bei der fotografischen Bildgestaltung.</p>
<p>Zurück zur Fotografie also. Nehmen wir als Beispiel die ausgelutschteste aller Regeln, den goldenen Schnitt. Anwenden bedeutet in diesem Falle, irgendeinen Punkt im Motiv zu wählen und diesen irgendwo innerhalb des Bildes zu plazieren, dass sich irgendwelche Verhältnissen im goldenen Schnitt einstellen. Dies ist doch recht unspezifisch - es wird gleich noch unspezifischer wenn wir uns die Alternative offenhalten, den Punkt nicht nach diesen Verhältnissen zu plazieren. Wir können uns daran halten oder eben nicht - so gesehen gibt die Regel genau gar nichts vor. Der Verdienst dieser Regel besteht darin, dass sie einen Begriff als Einfallstor zu einem Fragenkomplex betreffend der Einteilung der Bildfläche, resp. zu geometrischen Verhältnissen innerhalb des Bildes liefert.</p>
<p>So gesehen: Der Aufbau des Fotografen erfolgt parallel mit dem Aufbau von fotografischen Begriffen, zu welchen der Fotograf sich Gedanken macht. Der erste Begriff mag vielleicht &#8220;Schärfe&#8221; sein - fortan gibt er sich Mühe ein scharfes Bild zu erzielen. Bei Porträts wird der Kopf aber weiterhin in der Mitte des Bildes zu liegen kommen, weil der Fotograf sich dazu noch keinen Gedanken macht. Später wird er aufmerksam auf die Bildeinteilung, beginnt auf die Höhe des Horizontes zu achten - gleichzeitig wird er diesen auch gleich gerade ausrichten - und das Gesicht im Bild wird erstmals gezielt plaziert. Dies bedeutet jetzt nicht, dass das Gesicht nicht in der Mitte des Bildes sein wird, aber falls dem so ist wurde es vom Fotografen so plaziert während es zuvor nur dort zu liegen kam.</p>
<p>So führt jeder Begriff zur Bildgestaltung zu einem zusätzlichen Element. Der Fotograf wird diese Elemente intuitiv anwenden, so wie er eine Sprache spricht ohne andauernd deren Grammatik in Gedanken zu verfolgen. Jeder gestalterische Begriff wird so zu einem Wort im gestalterischen Wortschatz. Gleichermassen wie wir beim Sprechen auch nicht versuchen jedes uns bekannte Wort möglichst zu verwenden, wenden wir für die Gestaltung eines Bildes diejenigen Elemente an, welche sich im Bildgefüge als passend erweisen und erkennen, wenn sich ein ungewolltes Element einschleicht.</p>
<p>Gruss<br />
Andreas</p>
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		</item>
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		<title>5:0 für Reitschule Bern</title>
		<link>http://andreashurni.ch/blog/?p=38</link>
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		<pubDate>Sun, 26 Sep 2010 18:21:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas hurni</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Weltlage]]></category>

		<category><![CDATA[Bern]]></category>

		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

		<category><![CDATA[Subkultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Irgendwie scheint dem Rechtsaussen Erich Hess trotz wiederholter anderweitiger Beteuerung das Wesen der Demokratie fremd zu sein. Kaum ist sein Vorstoss zur Plattmachung eines wichtigen Elements der Berner Kultur gescheitert, notabene schon der fünfte Anlauf um die Reitschule dichtzumachen, spricht er sich dafür aus, auf höherer Ebene gleichermassen weiterzumachen.
Lieber Erich
Es mag sein, dass in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.derbund.ch/bern/ReitschuleNein-Hess-plant-Vorstoss-auf-kantonaler-Ebene/story/23740024" target="_blank">Irgendwie</a> scheint dem Rechtsaussen Erich Hess trotz wiederholter anderweitiger Beteuerung das Wesen der Demokratie fremd zu sein. Kaum ist sein Vorstoss zur Plattmachung eines wichtigen Elements der Berner Kultur <a href="http://www.derbund.ch/bern/684-Prozent-lehnen-die-ReitschulInitiative-ab-/story/24840283" target="_blank">gescheitert</a>, notabene schon der fünfte Anlauf um die Reitschule dichtzumachen, spricht er sich dafür aus, auf höherer Ebene gleichermassen weiterzumachen.</p>
<p><em>Lieber Erich</em></p>
<p><em>Es mag sein, dass in der Stadt Bern die Mehrheit nicht gleich denkt wie du - persönlich finde ich dies jedoch äusserst positiv. Gleichzeitig finde ich auch, dass die Berner Reitschule eine Berner Angelegenheit ist und auf Kantonsebene nichts zu suchen hat. Sollte du tatsächlich vertieft über eine kantonale Abstimmung nachdenken, so hoffe ich, dass du dich zuvor mit dem <a href="http://www.bernerzeitung.ch/region/bern/ReitschulInitiative-Bund-der-Steuerzahler-droht-Radiostationen-mit-Klage/story/25853531" target="_blank">Bund der Steuerzahler</a> besprichst, zu dieser <span style="text-decoration: line-through;">Bande</span></em> <em>Organisation solltest du ja besten Zugang haben.</em></p>
<p><em>Ich wünsche dir ein entspannteres Akzeptieren von Dingen die du nicht verstehst, einen besseren <a href="http://www.derbund.ch/bern/Ehrlich-waehrt-am-laengsten/story/15679575" target="_blank">Zugang zur Kultur</a>, und in Zukunft auch <a href="http://www.bernerzeitung.ch/region/kanton-bern/Hess-will-Rauchverbot-wieder-abschaffen/story/26063045" target="_blank">etwas Besseres zu rauchen</a>.</em></p>
<p><em>Lieber Gruss<br />
Andreas</em></p>
<p><em>P.S. Ich hab mich gefreut über deine Bezeichnung der Reitschule als &#8220;Rechtsfreier Raum&#8221; - Ich orientiere mich jeweils an solchen Schlagworten um eine Situation klarer einschätzen zu können.</em></p>
<p><em>P.P.S: Sollte eine kantonale Abstimmung kommen, könnte ich auch abstimmen. Bisher hab ich nur wenige Abstimmungen verpasst (eine, um genau zu sein) - es sind solche Spezies wie du, welche mich an die Wahlurne treiben.</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Entschleunigen</title>
		<link>http://andreashurni.ch/blog/?p=37</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 19:56:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas hurni</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Fotografieren]]></category>

		<category><![CDATA[Equipment]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus dem Gästebuch:
Kleiner Nachschlag meinerseits was das Technische betrifft. Du hast in einem Beitrag geschrieben das falls man einmal in einer Schaffenskrise steckt - dem Drang zur Neuanschaffung einer anderen Kameraausrüstung unbedingt abzuraten ist. Das kann ich so nicht unterschreiben.
Nun - jetzt im etwas &#8220;gereifteren&#8221; Alter, da ich die Phase der &#8220;technischen&#8221; Faszination schon überwunden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus dem <a href="http://gb.webmart.de/gb.cfm?id=851624" target="_blank">Gästebuch</a>:</p>
<blockquote><p>Kleiner Nachschlag meinerseits was das Technische betrifft. Du hast in einem Beitrag geschrieben das falls man einmal in einer Schaffenskrise steckt - dem Drang zur Neuanschaffung einer anderen Kameraausrüstung unbedingt abzuraten ist. Das kann ich so nicht unterschreiben.<br />
Nun - jetzt im etwas &#8220;gereifteren&#8221; Alter, da ich die Phase der &#8220;technischen&#8221; Faszination schon überwunden habe darf ich wohl diese Weisheit weitertragen. Eine Veränderung zb. durch Formatwechsel bringt auch eine Umstellung der Arbeitsweise mit sich. Gerade im &#8220;digitalen&#8221; Zeitalter kann eine &#8220;Entschleunigung&#8221; durch weitaus aufwändigere Fotografie im Mittel.- oder Großformat wahre Wunder bewirken. Man fängt plötzlich an viel bewußter über Licht, Komposition und Schärfe nachzudenken wenn einem die Werkzeugpalette des &#8220;Photoshop&#8221; nicht mehr zu Verfügung steht. Und - nach Jahren der Digitalen Fotografie bedingt durch berufliche Zwänge fühlt sich eine analoge 30 Jahre alte Hasselblad bestückt mit einem Schwarz-Weiß-Film irgendwie unglaublich sexy an.</p></blockquote>
<p>Entschleunigung, da ist es wieder dieses eigenartig neue Wort, diese Zusammenfassung von Sehnsüchten.</p>
<p>Vorserst möchte ich vorausschicken, dem Eintrag im Gästebuch kann ich folgen, fast würde ich sagen, ich seh es ähnlich.</p>
<p>Beginnen möchte ich jedoch beim Konsum, ein zwar schon etwas betagterer Begriff, welcher ein neues Leben begann, indem Shoping zu Livestyle umdefiniert wurde.<br />
In oben erwähntem Beitrag geht es schlussendlich auch um Shoping - die Idee etwas zu kaufen um ein unangenehmes Gefühl loszuwerden - Sinnsuche durch Geldausgabe.<br />
Wir sprechen von Konsum wenn wir etwas kaufen, z.B. eine neue Kamera, langbrennweitige lichtstarke Objektive, eine Blitzanlage oder ein wackliges Stativ. Aus Konsum wird konsumieren und damit eine Tätigkeit, aber eigentlich haben wir nur Geld ausgegeben. Ist dies der Konsum? Besteht Konsum im eigentlichen Sinne nicht eher im Aufbrauchen von Gegenständen? In dem Sinne: Schuhe werden durch laufen konsumiert. Sind die Sohlen abgetragen und die Schuhe dadurch zum Laufen untauglich, dann haben wir sie konsumiert. Durch den Kauf wird also höchstens unser Geld konsumiert, was soweit allerdings noch keine überragende Leistung darstellt und entsprechend wenig Begeisterung auslösen sollte.</p>
<p>Indem wir uns aber fortan mit der erworbenen Fotoausrüstung beschäftigen beginnt der Konsum in obigem Sinne erst und was beginnt dauert bekanntlich. Konsum benötig also Zeit.<br />
Könnte es sein, das dieses &#8220;Zeit benötigen&#8221; mit der öminösen Entschleunigung etwas zu tun hat. Aus Amateursicht ist &#8220;sich damit beschäftigen&#8221; wohl der zentrale Inhalt der Geschichte - und wohl auch der Kern des oben erwähnten Gästebuch-Eintrages, wofür ich mich bedanken möchte.</p>
<p>Gruss<br />
Andreas</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Weinflecken</title>
		<link>http://andreashurni.ch/blog/?p=36</link>
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		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 13:04:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas hurni</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Weltlage]]></category>

		<category><![CDATA[Design]]></category>

		<category><![CDATA[Schmetterling]]></category>

		<category><![CDATA[Wein]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; waren bisher meist eher ein Ärgernis, ich denke mir jedoch, das sich dies ändern wird mit einer Tischdecke, welche Weinflecken in Schmetterlinge verwandelt:

Vermutlich werden wir in Zukunft mehr Weinflecken sehen &#8230;
(via Likecool)
P.S. Irgendwie erinnert mich dieses Muster an das Ende des Films Corps Bride von Tim Burton, der Moment wo sich die Braut in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; waren bisher meist eher ein Ärgernis, ich denke mir jedoch, das sich dies ändern wird mit einer Tischdecke, welche <a href="http://kristinebjaadal.wordpress.com/2009/09/03/underfull-the-tablecloth-that-turns-spilling-into-poetry-from-kristine-bjaadal-on-vimeo/" target="_blank">Weinflecken in Schmetterlinge</a> verwandelt:</p>
<p><img src="http://andreashurni.ch/blog/images/100314.jpg" alt="" /></p>
<p>Vermutlich werden wir in Zukunft mehr Weinflecken sehen &#8230;</p>
<p>(via <a href="http://www.likecool.com/Underfull_the_tablecloth_that_turns_spilling_into--Design--Gear.html?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+Likecool+%28Likecool-gadget+and+design+magazine%29&amp;utm_content=Google+Reader" target="_blank">Likecool</a>)</p>
<p>P.S. Irgendwie erinnert mich dieses Muster an das Ende des Films Corps Bride von Tim Burton, der Moment wo sich die Braut in Schmetterlinge auflöst, in meinen Augen eine der schönsten Szenen aus Trickfilmen, zu sehen am Schluss von diesem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=0SkeLEF2svs" target="_blank">Video</a>.</p>
<p>Gruss<br />
Andreas</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Nur ein Editor &#8230;</title>
		<link>http://andreashurni.ch/blog/?p=34</link>
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		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 10:31:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas hurni</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

		<category><![CDATA[Editor]]></category>

		<category><![CDATA[Software]]></category>

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		<description><![CDATA[Was braucht es eigentlich für einen Editior?
Hunderte von Schriftarten, -zig Formatierungsoptionen, dutzende von Fileformaten, automatische Hilfen für alles und vorallem Recherchefenster, Vorschaufenster, Multiuserfähigkeiten, Import-Export und facebookanbindung, Medienbibliotheken und Chatmöglichkeiten, Spamcontrol und &#8220;Melde an den Admin&#8221;-Knopf.
Schöne neue Welt, aber es ist klar, ohne geht es nicht.
Wenn sie so denken, dann ist dieser Artikel für sie jetzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was braucht es eigentlich für einen Editior?</p>
<p>Hunderte von Schriftarten, -zig Formatierungsoptionen, dutzende von Fileformaten, automatische Hilfen für alles und vorallem Recherchefenster, Vorschaufenster, Multiuserfähigkeiten, Import-Export und facebookanbindung, Medienbibliotheken und Chatmöglichkeiten, Spamcontrol und &#8220;Melde an den Admin&#8221;-Knopf.</p>
<p>Schöne neue Welt, aber es ist klar, ohne geht es nicht.</p>
<p>Wenn sie so denken, dann ist dieser Artikel für sie jetzt fertig.</p>
<p>Wenn sie anders denken: Ich bin vor kurzem über <strong><a href="http://writemonkey.com/" target="_blank">Writemonkey</a></strong> gestolpert, nur ein kleiner Editor, bei welchem jemand das Wort &#8220;nur&#8221; etwas erster nahm als dies üblich ist, wie aufgerämt die Oberfläche sich gibt müssen sie selbst sehen, die Menues sind vollständig auf die rechte Maustaste verlegt.</p>
<p>Ich hab jetzt ein paar mal damit geschrieben - nur schreiben, nicht mal wirklich formatieren, und stelle fest, damit Schreiben ist ganz anders.<br />
Ach ja, ein paar Features hat das Ding dann doch, ich hab mir erlaubt, für meine Einstellungen das strenge Design leicht zu durchbrechen und lass mir in der rechten oberen Ecke die Uhrzeit anzeigen.</p>
<p>Gruss<br />
Andreas</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ein zentraler Knoten</title>
		<link>http://andreashurni.ch/blog/?p=33</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 12:55:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas hurni</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Fotografieren]]></category>

		<category><![CDATA[Communities]]></category>

		<category><![CDATA[Kritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Thema konstruktive Kritik entwickelt sich. Ein Gesprächsfaden von Andreas Allgeyer ist hinzugekommen, unsere Basis scheint mir ähnlich zu liegen, worin wir uns evtl. unterscheiden ist die Blickrichtung. Ich bin gespannt wohin es jetzt führt.

Ich versuch mal, auf einen einzelnen Punkt abzustützen:
Ich hatte einst versucht mich dem Thema ernsthaft und teilweise zurückhaltend anzunähern, in dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Thema konstruktive Kritik entwickelt sich. Ein <a href="http://www.jazznrhythm.de/wp/?p=1805" target="_blank">Gesprächsfaden</a> von <a href="http://www.jazznrhythm.de/wp/" target="_blank">Andreas Allgeyer</a> ist hinzugekommen, unsere Basis scheint mir ähnlich zu liegen, worin wir uns evtl. unterscheiden ist die Blickrichtung. Ich bin gespannt wohin es jetzt führt.</p>
<p><span id="more-33"></span></p>
<p>Ich versuch mal, auf einen einzelnen Punkt abzustützen:</p>
<blockquote><p>Ich hatte einst versucht mich dem Thema ernsthaft und teilweise zurückhaltend anzunähern, in dem ich zu beweisen suchte, das es innerhalb so großer Menschenansammlungen wie die heutigen Communities keine konstruktive Kritik in dem gewünschten Sinn geben kann. Ich scheiterte fruchtlos. Dieser geflügelte, kaum reflektierte Begriff ist nicht ab zu schaffen. Obwohl er es wert wäre.</p></blockquote>
<p>Meines Erachtens nach ist <strong>der gewünschte Sinn</strong> der zentrale Knoten des Begriffs.</p>
<p>Fotografie ist eine raffinierte Mischung aus Technik und Kreativität.</p>
<p>Technik ist für jeden grundsätzlich lernbar, eine reine Fleissaufgabe, es existieren dafür klar definierte Begriffe und nicht zuletzt ist sie manifest als Artefakt, als Kamera, Objektiv, oder etwas abstrakter, als Marke. Über Technik lässt sich deshalb auch wunderbar diskutieren. Konstruktiv oder nicht sei dahingestellt, aber die Foren quellen über von Diskussionen zum Thema <em>Welches Objektiv</em>, <em>Wieviele Megapixel</em> oder <em>Hilfe, mein Sensor rauscht</em>. Das schöne daran: Technik macht Fortschritte, auch wenn wir in unserer persönlichen Entwicklung keine machen.</p>
<p>Im Vergleich dazu ist Kreativität schwammig. Zwar gibt es auch hier ein paar gern verwendete Begriffe - ich denke etwa an <em>Goldener Schnitt</em> oder <em>Komplementärkontrast</em> (Begriffe, welche mich immer vorsichtig werden lassen) - zumindest gefühlsmässig ist aber jedem klar, dass diese am Kern der Sache vorbeizielen, für mich persönlich zählen sie auch eher zur Technik, gerade weil sie oft und gerne mit Regelcharakter verstanden werden. Somit stehen wir mit dem Thema Kreativität vor dem Berg und jeder hofft, der andere möge endlich den lange ersehnten und einleuchtenden Ansatz bringen. In dieser Unfähigkeit wurzelt die Thematik um <em>konstruktive Kritik</em>.</p>
<p>Wenn Kreativität schon nicht diskutierbar ist, ist sie dann wenigsten erkennbar? Die besten Bilder gehören in die Galerie, doch was finden wir dort, Bilder von Eichhörnchen und Libellen sowie Landschaftsbilder - evtl. noch ein paar klassische Porträts. So hatte man sich dies nicht vorgestellt. Um die Wahl erfolgreich zu überstehen müssen die Galeriebilder einschneidenden Anforderungen genügen. Es reicht nicht, ein technisch mustergültiges Werk abzuliefern, das Bild darf auch keine anspruchsvolle Stellungsnahme erfordern und ein Thema, an welchem jemand Anstoss nehmen könnte ist chancenlos. Ich könnte mir vorstellen, dass sich diese Bilder gut verkaufen liessen, als Postkarte, nicht als Kunst. Diese Bilder dürfen wir deshalb als erfolgreich betrachten weil sie beim Betrachter <em>problemlos</em> ankommen, das ist immerhin schon einiges. Mit einem Anspruch auf Anerkennung als Kunst hingegen gibt es bei  Mehrheitsentscheiden kein durchzukommen - solche Bilder stellen sie bitte zu ihren persönlichen Favoriten, welche sie als ihre persönliche Galerie verstehen dürfen. Ergo ist auch in der Galerie die erwünschte Erleuchtung nicht abzuholen und die Diskussionen zur Galerie gleichen deshalb im Tonfall auffällig denjenigen zur konstruktiven Kritik.</p>
<p>Solange das Thema als vorgespurter Weg verstanden wird, den man uns verweigert, lässt sich das Problem nicht lösen, auch nicht wenn man sich abspaltet und kleinere Communities gründet, nicht wenn man Knipser und Kleingeister ausschliesst, nicht wenn man sich auf Fineart beschränkt.</p>
<p>Das Problem lässt sich nur lösen wenn man die eigene Energie nicht in unbefriedigenden Diskussionen verpuffen lässt.</p>
<p>Wenn man Communities versteht als Dorfplatz, wie ich dies zu Beginn der Diskussion zu diesem Thema tat, bevölkert mit unterschiedlichsten Talenten, wenn man beobachtet, wertet, aussortiert, ausprobiert, zuhört, mitdiskutiert, über den Tellerrand schaut, dann ist da durchaus einiges zu holen, allerdings ist es eher ein diy-Angebot, welches man sich selbst zusammenstellen muss. Die Community in diesem Sinne ist nur ein für vieles offenes Umfeld, das man sich selbst förderlich einrichtet. Entsprechend findet man dann auch eine fast beliebige Anzahl kleiner Seilschaften, welche unterschiedliche Herangehensweisen pflegen.<br />
Meine eigene fotografische Entwicklung ist stark beeinflusst von Personen, welche ich derart kennengelernt habe. Wir haben uns ausgetauscht, Bilder rumgereicht, diskutiert. Der Begriff konstruktive Kritik ist dabei wohl kaum gefallen (resp. nur in gelegentlichen Metadiskussionen wie jetzt), zumindest dem aufbauenden Sinn der gewünschten konstruktiven Kritik dürfte dies trotzdem nahe gekommen sein.<br />
Gelegentlich leistet man sich dann sogar eine spezifische Kritik: Eine Person, welche ich schon eine Weile kannte, hatte immer recht schöne Stillleben gemacht, arrangiert, an ein Fenster gerückt mit natürlichem Licht. Plötzlich schlich sich in das Setup zur Beleuchtung eine Sparlampe mit ihrem grünstichigem Licht ein, das war insofern praktisch, als sich die Aufnahmen jetzt jederzeit auch ohne Tageslicht machen liessen. Ich hatte mich dahingehend geäussert, dass ich dies als Rückschritt empfände. Die Kritik brachte die Person im wahrsten Sinne des Wortes weiter, sie tratt aus dem Klub aus.</p>
<p>Gruss<br />
Andreas</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ein Ansatz zu konstruktiver Kritik</title>
		<link>http://andreashurni.ch/blog/?p=32</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 09:19:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas hurni</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Fotografieren]]></category>

		<category><![CDATA[Communities]]></category>

		<category><![CDATA[Kritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Kritik anbringen bedeutet nichts anderes, als sich mit vorgefundenem etwas vertiefter beschäftigen als wir dies ansonsten täten. Konstruktive im Sinne von weiterbringende Kritik ist also auch diejenige, welche man selbst verfasst, darin sehe ich den eigentlichen Nutzen von Fotoplattformen. In diesem Zusammenhang möchte ich offen lassen, ob die Kritik dann auch veröffentlicht wird, die Sache [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kritik anbringen bedeutet nichts anderes, als sich mit vorgefundenem etwas vertiefter beschäftigen als wir dies ansonsten täten. Konstruktive im Sinne von weiterbringende Kritik ist also auch diejenige, welche man selbst verfasst, darin sehe ich den eigentlichen Nutzen von Fotoplattformen. In diesem Zusammenhang möchte ich offen lassen, ob die Kritik dann auch veröffentlicht wird, die Sache ist für uns somit (abgesehen vom Zeitaufwand) weitgehend gefahrlos.</p>
<p><span id="more-32"></span></p>
<p>Beginnen wir mit einer Auswahl:</p>
<ul>
<li>Welche Bilder fallen (mir) auf,</li>
<li>welche gefallen mir, welchen nicht?</li>
<li>Welche Bilder würde ich gerne selbst machen?</li>
</ul>
<p>Nicht ein Bild suchen wir um dieses dann analytisch zu zer- und erlegen, der erste Schritt ist mehr eine Orientierung im Bildermeer, die Anlage einer virtuellen Fotoschachtel. Dabei werden auch einzelne Fotografen resp. deren Bilder als Werk ins Blickfeld rücken - und damit fotografische Stile. Ich verstehe dies in ähnlichem Sinne, wie man &#8220;früher&#8221; in Bibliotheken Bildbände aus dem Regal zog und wieder zurücklegte, resp. einige dann eben nicht, weil man sich inspiriert fühlte und sie sich zuhause nochmals in Ruhe ansehen wollte.<br />
Ich tat dies jeweils in der Bibliothek zu einer Zeit, als es das Internet zwar schon gab, aber weitgehend noch ohne Fotocommunities - diese Tätigkeit ist also nicht zwingend ans Web gebunden, sondern nur an eine genügend grosse Ansammlung unterschiedlicher Bilder, wobei ich stillschweigend davon ausgehen, dass die statistische Verteilung in einem genügend grossen Haufen auch ein paar Perlen hinterlegt.</p>
<p>Für den nächsten Schritt hin zu konstruktiver Kritik bieten sich dann verschiedene Schärfengrade an:</p>
<ul>
<li>Man kann an diesen Bildern <em>irgendwas</em> herumanalysieren. Fein, keine falsche Scheu, ihre analytischen Fähigkeiten werden dadurch sicher besser. Dieses emsige Treiben hat den Nachteil, dass es zur eigenen fotgrafischen Tätigkeit keinen wesentlichen Bezug hat.</li>
<li>Die Einschläge kommen bereits deutlich näher, wenn wir uns fragen, weshalb die gesammelten Bilder besser sind als die unseren - immer noch analytisch.</li>
<li>Kommen wir zur richtigen Kritik, welche meiner Meinung nach immer auch eine Handlungsprämise enthalten muss, dann lautet die Fragestellung: Was muss ich unternehmen, damit meine Bilder auch so gut werden.</li>
</ul>
<p>Die konstruktive Kritik lautet dann:</p>
<ul>
<li>Nimm dir mehr Zeit, gute Landschaftsbilder brauchen das richtige Licht, den richtigen Moment. Beginne zu planen, halte dich daran, steh genügend früh auf.</li>
<li>Für Porträtfotografie: Nimm dir Zeit mit Menschen zu sprechen statt sie nur heimlich abzulichten.</li>
<li>Nimm die Kamera für Streetfotografie immer mit. Lass das lange Tele und das Ultraweitwinkelobjektiv zuhause. Nimm mit Personen Kontakt auf.</li>
<li>Und vor allem: Lerne endlich mit den verhassten Blitzgerät subtil umzugehen.</li>
</ul>
<p>Noch was: Im vorangehenden <a href="http://andreashurni.ch/blog/?p=30">Artikel</a> hatte ich geschrieben, das der Kritiker erwartet, dass man ihm zuhört, ihn ernst nimmt.  Aber so direkt wollten wir es eventuell gar nicht haben</p>
<p>Gruss<br />
Andreas</p>
]]></content:encoded>
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