Wenn wir wissen warum wir fotografieren …

February 7th, 2011

Betreffend der letzten beiden Postings zur Bildgestaltung fielen viele Worte.  Die Frage tauchte auf:

Wenn wir wissen “Warum” wir fotografieren, wissen wir dann auch “Wie” wir Fotografieren müssen?

Es ist eine Frage nach der Motivation, gleich wir auch der Kriminalist nach dem Motiv fragt. Anhand eines Beispiels: In den Kommentaren wurden Hochzeitsbilder angesprochen.

Weshalb fotografieren wir eine Hochzeit? Weil diejenigen, welche heiraten, Hochzeitsbilder wollen.
Wie fotografieren wir? Möglichst so, dass die Bilder als Beleg für eine gelungene Hochzeit dienen, dass die anwesenden Personen sich erkennen. Die Bilder haben also einen Zweck.
Auch nach den Zeichen wurde gefragt. Sicher mal die ganzen Rituale, das übliche im Rahmen der Hochzeitsfotografie und dann alles danach.
Aber es gibt ein viel subtileres Zeichen. Ich hatte mal die Gelegenheit, einen Vortrag des Hochzeitfotografen Jeff Ascough mitverfolgen zu dürfen. Er sprach vorallem sehr viel über Licht. Sinnigerweise gehört Licht und Kirche zusammen - und so nehmen wir also Licht in Form des farbenen Kirchenfenster in den unscharfen Hintergrund des Bildes. Wenn wir jetzt die Bilder von Jeff Ascough betrachten fällt uns das Licht überall auf.

Gruss
Andreas

Bilder nehmen …

February 5th, 2011

never have taken a picture I’ve intended. They’re always better or worse. (Diane Arbus)

Wie lernen wir Bildgestaltung? war die Ausgangsfrage beim letzten Posting - Die Bildgestaltung kann aus unterschiedlicher Perspektive wahrgenommen werden, in den Kommentaren zu besagtem Posting wird - bildlich gesprochen - um das Bild herumgestanden und die Sicht aus unterschiedlicher Richtung präsentiert.

Die Frage die sich für mich stellt: Sind die Ansichten kompatibel - und falls ja, ergibt sich daraus eine Gesamtsicht?

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Fotografieren mit oder trotz Regeln?

January 30th, 2011

Wie wendet man Kompositionsregeln beim Fotografieren an? Diese dürfte immer dann eine zentrale Fragen sein wenn Bücher oder Webseiten zum Thema Bildgestaltung gelesen werden.
Wenn ich mir mein eigenes diesbezügliche Vorgehen beim Fotografieren überlege komme ich zum Schluss, dass ich diese Regeln beim Fotografieren nicht im eigentlichen Sinne anwende. Ihren Nutzen entwickeln diese Kompositionsregeln eher indem ich über sie nachdenkte wenn ich nicht am Fotografieren bin, mir jedoch von den einzelnen Fragestellungen dies sich dazu ergeben versuche einen Begriff zu machen.

Ein paar Kurzgedanken dazu:

5:0 für Reitschule Bern

September 26th, 2010

Irgendwie scheint dem Rechtsaussen Erich Hess trotz wiederholter anderweitiger Beteuerung das Wesen der Demokratie fremd zu sein. Kaum ist sein Vorstoss zur Plattmachung eines wichtigen Elements der Berner Kultur gescheitert, notabene schon der fünfte Anlauf um die Reitschule dichtzumachen, spricht er sich dafür aus, auf höherer Ebene gleichermassen weiterzumachen.

Lieber Erich

Es mag sein, dass in der Stadt Bern die Mehrheit nicht gleich denkt wie du - persönlich finde ich dies jedoch äusserst positiv. Gleichzeitig finde ich auch, dass die Berner Reitschule eine Berner Angelegenheit ist und auf Kantonsebene nichts zu suchen hat. Sollte du tatsächlich vertieft über eine kantonale Abstimmung nachdenken, so hoffe ich, dass du dich zuvor mit dem Bund der Steuerzahler besprichst, zu dieser Bande Organisation solltest du ja besten Zugang haben.

Ich wünsche dir ein entspannteres Akzeptieren von Dingen die du nicht verstehst, einen besseren Zugang zur Kultur, und in Zukunft auch etwas Besseres zu rauchen.

Lieber Gruss
Andreas

P.S. Ich hab mich gefreut über deine Bezeichnung der Reitschule als “Rechtsfreier Raum” - Ich orientiere mich jeweils an solchen Schlagworten um eine Situation klarer einschätzen zu können.

P.P.S: Sollte eine kantonale Abstimmung kommen, könnte ich auch abstimmen. Bisher hab ich nur wenige Abstimmungen verpasst (eine, um genau zu sein) - es sind solche Spezies wie du, welche mich an die Wahlurne treiben.

Entschleunigen

July 21st, 2010

Aus dem Gästebuch:

Kleiner Nachschlag meinerseits was das Technische betrifft. Du hast in einem Beitrag geschrieben das falls man einmal in einer Schaffenskrise steckt - dem Drang zur Neuanschaffung einer anderen Kameraausrüstung unbedingt abzuraten ist. Das kann ich so nicht unterschreiben.
Nun - jetzt im etwas “gereifteren” Alter, da ich die Phase der “technischen” Faszination schon überwunden habe darf ich wohl diese Weisheit weitertragen. Eine Veränderung zb. durch Formatwechsel bringt auch eine Umstellung der Arbeitsweise mit sich. Gerade im “digitalen” Zeitalter kann eine “Entschleunigung” durch weitaus aufwändigere Fotografie im Mittel.- oder Großformat wahre Wunder bewirken. Man fängt plötzlich an viel bewußter über Licht, Komposition und Schärfe nachzudenken wenn einem die Werkzeugpalette des “Photoshop” nicht mehr zu Verfügung steht. Und - nach Jahren der Digitalen Fotografie bedingt durch berufliche Zwänge fühlt sich eine analoge 30 Jahre alte Hasselblad bestückt mit einem Schwarz-Weiß-Film irgendwie unglaublich sexy an.

Entschleunigung, da ist es wieder dieses eigenartig neue Wort, diese Zusammenfassung von Sehnsüchten.

Vorserst möchte ich vorausschicken, dem Eintrag im Gästebuch kann ich folgen, fast würde ich sagen, ich seh es ähnlich.

Beginnen möchte ich jedoch beim Konsum, ein zwar schon etwas betagterer Begriff, welcher ein neues Leben begann, indem Shoping zu Livestyle umdefiniert wurde.
In oben erwähntem Beitrag geht es schlussendlich auch um Shoping - die Idee etwas zu kaufen um ein unangenehmes Gefühl loszuwerden - Sinnsuche durch Geldausgabe.
Wir sprechen von Konsum wenn wir etwas kaufen, z.B. eine neue Kamera, langbrennweitige lichtstarke Objektive, eine Blitzanlage oder ein wackliges Stativ. Aus Konsum wird konsumieren und damit eine Tätigkeit, aber eigentlich haben wir nur Geld ausgegeben. Ist dies der Konsum? Besteht Konsum im eigentlichen Sinne nicht eher im Aufbrauchen von Gegenständen? In dem Sinne: Schuhe werden durch laufen konsumiert. Sind die Sohlen abgetragen und die Schuhe dadurch zum Laufen untauglich, dann haben wir sie konsumiert. Durch den Kauf wird also höchstens unser Geld konsumiert, was soweit allerdings noch keine überragende Leistung darstellt und entsprechend wenig Begeisterung auslösen sollte.

Indem wir uns aber fortan mit der erworbenen Fotoausrüstung beschäftigen beginnt der Konsum in obigem Sinne erst und was beginnt dauert bekanntlich. Konsum benötig also Zeit.
Könnte es sein, das dieses “Zeit benötigen” mit der öminösen Entschleunigung etwas zu tun hat. Aus Amateursicht ist “sich damit beschäftigen” wohl der zentrale Inhalt der Geschichte - und wohl auch der Kern des oben erwähnten Gästebuch-Eintrages, wofür ich mich bedanken möchte.

Gruss
Andreas

Weinflecken

March 14th, 2010

… waren bisher meist eher ein Ärgernis, ich denke mir jedoch, das sich dies ändern wird mit einer Tischdecke, welche Weinflecken in Schmetterlinge verwandelt:

Vermutlich werden wir in Zukunft mehr Weinflecken sehen …

(via Likecool)

P.S. Irgendwie erinnert mich dieses Muster an das Ende des Films Corps Bride von Tim Burton, der Moment wo sich die Braut in Schmetterlinge auflöst, in meinen Augen eine der schönsten Szenen aus Trickfilmen, zu sehen am Schluss von diesem Video.

Gruss
Andreas

Nur ein Editor …

January 24th, 2010

Was braucht es eigentlich für einen Editior?

Hunderte von Schriftarten, -zig Formatierungsoptionen, dutzende von Fileformaten, automatische Hilfen für alles und vorallem Recherchefenster, Vorschaufenster, Multiuserfähigkeiten, Import-Export und facebookanbindung, Medienbibliotheken und Chatmöglichkeiten, Spamcontrol und “Melde an den Admin”-Knopf.

Schöne neue Welt, aber es ist klar, ohne geht es nicht.

Wenn sie so denken, dann ist dieser Artikel für sie jetzt fertig.

Wenn sie anders denken: Ich bin vor kurzem über Writemonkey gestolpert, nur ein kleiner Editor, bei welchem jemand das Wort “nur” etwas erster nahm als dies üblich ist, wie aufgerämt die Oberfläche sich gibt müssen sie selbst sehen, die Menues sind vollständig auf die rechte Maustaste verlegt.

Ich hab jetzt ein paar mal damit geschrieben - nur schreiben, nicht mal wirklich formatieren, und stelle fest, damit Schreiben ist ganz anders.
Ach ja, ein paar Features hat das Ding dann doch, ich hab mir erlaubt, für meine Einstellungen das strenge Design leicht zu durchbrechen und lass mir in der rechten oberen Ecke die Uhrzeit anzeigen.

Gruss
Andreas

Ein zentraler Knoten

January 22nd, 2010

Das Thema konstruktive Kritik entwickelt sich. Ein Gesprächsfaden von Andreas Allgeyer ist hinzugekommen, unsere Basis scheint mir ähnlich zu liegen, worin wir uns evtl. unterscheiden ist die Blickrichtung. Ich bin gespannt wohin es jetzt führt.

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Ein Ansatz zu konstruktiver Kritik

January 21st, 2010

Kritik anbringen bedeutet nichts anderes, als sich mit vorgefundenem etwas vertiefter beschäftigen als wir dies ansonsten täten. Konstruktive im Sinne von weiterbringende Kritik ist also auch diejenige, welche man selbst verfasst, darin sehe ich den eigentlichen Nutzen von Fotoplattformen. In diesem Zusammenhang möchte ich offen lassen, ob die Kritik dann auch veröffentlicht wird, die Sache ist für uns somit (abgesehen vom Zeitaufwand) weitgehend gefahrlos.

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Wie konstruktive Kritik nicht entsteht

January 17th, 2010

Nach dem letzten Artikel - und der Anmerkung von Andreas Allgeyer - dürften wir davon ausgehen, dass der Begriff Foto für eine Fotocommunity zwar ein thematisches Band darstellt, es sich dabei aber um ein weites Feld handelt (frei nach Fontane).

Eine Fotocommunity ist kein Ort, an welchem sich tiefsinnige Kritik zu unseren Bildern automatisch einstellt. Die meisten Fotografen sind auch nicht viel erfahrener als wir und erwarten ihrerseits Kritik. Es gibt in diesem Sinne keine eigentlichen Mentoren. Hierin liegt der Unterschied zwischen einer Plattform und einer Beratung.

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