Nur ein Editor …

January 24th, 2010

Was braucht es eigentlich für einen Editior?

Hunderte von Schriftarten, -zig Formatierungsoptionen, dutzende von Fileformaten, automatische Hilfen für alles und vorallem Recherchefenster, Vorschaufenster, Multiuserfähigkeiten, Import-Export und facebookanbindung, Medienbibliotheken und Chatmöglichkeiten, Spamcontrol und “Melde an den Admin”-Knopf.

Schöne neue Welt, aber es ist klar, ohne geht es nicht.

Wenn sie so denken, dann ist dieser Artikel für sie jetzt fertig.

Wenn sie anders denken: Ich bin vor kurzem über Writemonkey gestolpert, nur ein kleiner Editor, bei welchem jemand das Wort “nur” etwas erster nahm als dies üblich ist, wie aufgerämt die Oberfläche sich gibt müssen sie selbst sehen, die Menues sind vollständig auf die rechte Maustaste verlegt.

Ich hab jetzt ein paar mal damit geschrieben - nur schreiben, nicht mal wirklich formatieren, und stelle fest, damit Schreiben ist ganz anders.
Ach ja, ein paar Features hat das Ding dann doch, ich hab mir erlaubt, für meine Einstellungen das strenge Design leicht zu durchbrechen und lass mir in der rechten oberen Ecke die Uhrzeit anzeigen.

Gruss
Andreas

Ein zentraler Knoten

January 22nd, 2010

Das Thema konstruktive Kritik entwickelt sich. Ein Gesprächsfaden von Andreas Allgeyer ist hinzugekommen, unsere Basis scheint mir ähnlich zu liegen, worin wir uns evtl. unterscheiden ist die Blickrichtung. Ich bin gespannt wohin es jetzt führt.

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Ein Ansatz zu konstruktiver Kritik

January 21st, 2010

Kritik anbringen bedeutet nichts anderes, als sich mit vorgefundenem etwas vertiefter beschäftigen als wir dies ansonsten täten. Konstruktive im Sinne von weiterbringende Kritik ist also auch diejenige, welche man selbst verfasst, darin sehe ich den eigentlichen Nutzen von Fotoplattformen. In diesem Zusammenhang möchte ich offen lassen, ob die Kritik dann auch veröffentlicht wird, die Sache ist für uns somit (abgesehen vom Zeitaufwand) weitgehend gefahrlos.

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Wie konstruktive Kritik nicht entsteht

January 17th, 2010

Nach dem letzten Artikel - und der Anmerkung von Andreas Allgeyer - dürften wir davon ausgehen, dass der Begriff Foto für eine Fotocommunity zwar ein thematisches Band darstellt, es sich dabei aber um ein weites Feld handelt (frei nach Fontane).

Eine Fotocommunity ist kein Ort, an welchem sich tiefsinnige Kritik zu unseren Bildern automatisch einstellt. Die meisten Fotografen sind auch nicht viel erfahrener als wir und erwarten ihrerseits Kritik. Es gibt in diesem Sinne keine eigentlichen Mentoren. Hierin liegt der Unterschied zwischen einer Plattform und einer Beratung.

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Wer ist alles auch hier?

December 31st, 2009

Fotoportale betrachte ich immer gerne als italienische Dorfplätze. Sie sind von der Sonnen beschienen und es hat viele Leute dort, man hat Zeit und kommt so ins Gespräch. Weil es aber Fotoportale sind, haben sie auch noch eine weitere Eigenschaften, welche bei Dorfplätzen nicht zwingend gegeben sind: Man geht davon aus, dass mehr oder weniger alle Personen eine Sache gemeinsam haben: Alle haben sie eine Kamera.

Ergo haben alle das gleiche Hobby, folglich denken alle diesbezüglich gleich und pure Harmonie ist unausweichlich. Lese den Rest dieses Eintrages »

Bildkritik

December 31st, 2009

Der Begriff konstruktive Bildkritik gehört in Webforen zum Thema Fotografie wie das Ei zum Huhn. Immer wieder werden Versuche unternommen, solche Kritik zu beleben und Strukturen zu erschaffen, welche sie fördert. Das Ergebniss hingegen ist meist recht kurzlebig und wenig befriedigend.

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Farbe …

November 12th, 2009

… war meine einfache Themenvorgabe. Einerseits bestand das Thema schon und wollte nur überarbeitet werden, andererseits schien es mir in Kürze machbar. Das war im Juli dieses Jahres.

Jetzt ist also das Update erschienen

Ein paar Erfahrungen, welche ich aus der Überarbeitung ziehe:

  • Themen werden umso umfassender, je kürzer die Themenbezeichung lautet.
  • Am meisten Überblick hat man wenn man sich nicht unvorsichtigerweise sachkundig zu machen versucht.
  • Fachliteratur kann sich nicht nur wiedersprechen, sondern auch als Kampfschrift Verwendung finden: Goethe gegen Newton, Küppers gegen den Rest der Welt.
  • Die seicheten Stellen sind dort wo man zuvor sicheren Boden wähnte.
  • Artikel für Webseiten werden beendet indem man einfach mit schreiben abbricht.
  • Inzwischen ist mir nicht mehr klar wie das Farbsehen funktioniert, überhaupt, Farbe ist ein schwammiger Begriff geworden.

Anyway, das Thema Farbe hat jetzt einen neuen Anstrich gekriegt, besser spät als nie, ich hoffe, einen Teil meiner Verunsicherung an Sie abgeben zu können.

Gruss
Andreas

p.s. Literatur zu einzelnen Themen werde ich in Zukunft nicht mehr unter den jeweiligen Artikeln angeben, sondern auf der Literaturseite unter Links - bisher waren dort nur allgemein gefasste Bücher zum Thema Fotografie zu finden. Ich war per Mail darauf angesprochen worden, dass diese Angaben auf der Website verzettelt rumliegen.

Das sagt mir was!

August 13th, 2009

Nachdem ich das Buch Das kann ich auch gelesen hatte und von dessen Lekture recht angetan war, lenkte dessen Nachfolgewerk Das sagt mir was! meine Aufmerksamkeit auf sich. Das Buch trägt den Untertitel Sprachführer Deutsch-Kunst Kunst-Deutsch. Das erste Buch war eine Empfehlung und das zweite deshalb schnell gekauft (und gelesen). Lese den Rest dieses Eintrages »

Arsch in der Hose

July 2nd, 2009

Ali hat mich auf einen Artikel zum Förderpreis Deutscher Film aufmerksam gemacht, sein Kommentar dazu: Mal was Amüsantes - da hatte mal wer einen Arsch in der Hose!

Gegen Schluss des Artikels steht da zu lesen:

Ich finde, jeder Film, der überhaupt fertig geworden ist, müsste schon ausgezeichnet werden. Es bedeutet eine solche Anstrengung, einen Film zu drehen – wenn man dann für einen Preis nominiert ist, und der wird nicht vergeben, weil es da irgendwelche internen Konflikte gibt, das ist schon sehr bitter und deprimierend.

Natürlich ist es anstrengend einen Film fertig zu kriegen, wie überhaupt alles irgendwie anstrengend ist. Was ist falsch daran sich anzustrengen?

Das ganze erinnert mich peinlich an Diskussionen wie sie bei einem Foto-Amateurverband geführt wurden und die sich darum drehten, wie viele Wettbewerbsbilder ausgezeichnet werden sollten - dabei ging es vor allem um einen Prozentsatz, um die Grössenordnung von 30%. Darüber, welche Kriterien ein Bild erfüllen soll um ausgezeichnet zu werden wurde kaum diskutiert. Obiges Zitat könnte also auch lauten:

Ich finde, jedes Bild das überhaupt eingesandt wurde , müsste schon ausgezeichnet werden. Es bedeutet eine solche Anstrengung, einen beliebiges Bild in ein Couvert zu stecken und auf die Post zu bringen – wenn man dann nicht 30% davon prämiert kriegt ist das schon sehr bitter und deprimierend.

Gruss
Andreas

Die Welt ist ein Zirkus

June 26th, 2009

Die Welt ist ein Zirkus. Zumeist spielen wir mit ohne uns des Spiels bewusst zu sein, gelegentlich tritt das Theater jedoch derart verzerrt hervor dass wir nicht umhin kommen, es zu erkennen.

Zwei Junge - Berufsschüler nehme ich an -  unterhalten sich, offenbar hatten sie eine Mathearbeit, welche nicht zur Zufriedenheit des Lehrers ausfiel. Plötzlich meint der eine:

Ach scheiss darauf, meine Mutter die geile Sau war auch ne Null in Mathe.

Ok, denk ich mir, es hat scheinbar gereicht um schwanger zu werden.

Irgendein Regisseur hatte den komischen Einfall, vom Publikum gleichzeitig auch die Rollen spielen zu lassen - notabene ohne ihm ein Skript auszuhändigen oder Rollen klar zuzuweisen - entsprechend unsicher torkeln sie dann auch durch die Geschichte. Gespielt wird eine Tragödie.

Dazu fällt mir auch das Sprichwort ein: Aus der Not eine Jugend machen.

Gruss
Andreas