July 21st, 2010
Aus dem Gästebuch:
Kleiner Nachschlag meinerseits was das Technische betrifft. Du hast in einem Beitrag geschrieben das falls man einmal in einer Schaffenskrise steckt - dem Drang zur Neuanschaffung einer anderen Kameraausrüstung unbedingt abzuraten ist. Das kann ich so nicht unterschreiben.
Nun - jetzt im etwas “gereifteren” Alter, da ich die Phase der “technischen” Faszination schon überwunden habe darf ich wohl diese Weisheit weitertragen. Eine Veränderung zb. durch Formatwechsel bringt auch eine Umstellung der Arbeitsweise mit sich. Gerade im “digitalen” Zeitalter kann eine “Entschleunigung” durch weitaus aufwändigere Fotografie im Mittel.- oder Großformat wahre Wunder bewirken. Man fängt plötzlich an viel bewußter über Licht, Komposition und Schärfe nachzudenken wenn einem die Werkzeugpalette des “Photoshop” nicht mehr zu Verfügung steht. Und - nach Jahren der Digitalen Fotografie bedingt durch berufliche Zwänge fühlt sich eine analoge 30 Jahre alte Hasselblad bestückt mit einem Schwarz-Weiß-Film irgendwie unglaublich sexy an.
Entschleunigung, da ist es wieder dieses eigenartig neue Wort, diese Zusammenfassung von Sehnsüchten.
Vorserst möchte ich vorausschicken, dem Eintrag im Gästebuch kann ich folgen, fast würde ich sagen, ich seh es ähnlich.
Beginnen möchte ich jedoch beim Konsum, ein zwar schon etwas betagterer Begriff, welcher ein neues Leben begann, indem Shoping zu Livestyle umdefiniert wurde.
In oben erwähntem Beitrag geht es schlussendlich auch um Shoping - die Idee etwas zu kaufen um ein unangenehmes Gefühl loszuwerden - Sinnsuche durch Geldausgabe.
Wir sprechen von Konsum wenn wir etwas kaufen, z.B. eine neue Kamera, langbrennweitige lichtstarke Objektive, eine Blitzanlage oder ein wackliges Stativ. Aus Konsum wird konsumieren und damit eine Tätigkeit, aber eigentlich haben wir nur Geld ausgegeben. Ist dies der Konsum? Besteht Konsum im eigentlichen Sinne nicht eher im Aufbrauchen von Gegenständen? In dem Sinne: Schuhe werden durch laufen konsumiert. Sind die Sohlen abgetragen und die Schuhe dadurch zum Laufen untauglich, dann haben wir sie konsumiert. Durch den Kauf wird also höchstens unser Geld konsumiert, was soweit allerdings noch keine überragende Leistung darstellt und entsprechend wenig Begeisterung auslösen sollte.
Indem wir uns aber fortan mit der erworbenen Fotoausrüstung beschäftigen beginnt der Konsum in obigem Sinne erst und was beginnt dauert bekanntlich. Konsum benötig also Zeit.
Könnte es sein, das dieses “Zeit benötigen” mit der öminösen Entschleunigung etwas zu tun hat. Aus Amateursicht ist “sich damit beschäftigen” wohl der zentrale Inhalt der Geschichte - und wohl auch der Kern des oben erwähnten Gästebuch-Eintrages, wofür ich mich bedanken möchte.
Gruss
Andreas
Tags: Equipment
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March 14th, 2010
… waren bisher meist eher ein Ärgernis, ich denke mir jedoch, das sich dies ändern wird mit einer Tischdecke, welche Weinflecken in Schmetterlinge verwandelt:

Vermutlich werden wir in Zukunft mehr Weinflecken sehen …
(via Likecool)
P.S. Irgendwie erinnert mich dieses Muster an das Ende des Films Corps Bride von Tim Burton, der Moment wo sich die Braut in Schmetterlinge auflöst, in meinen Augen eine der schönsten Szenen aus Trickfilmen, zu sehen am Schluss von diesem Video.
Gruss
Andreas
Tags: Design, Schmetterling, Wein
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January 24th, 2010
Was braucht es eigentlich für einen Editior?
Hunderte von Schriftarten, -zig Formatierungsoptionen, dutzende von Fileformaten, automatische Hilfen für alles und vorallem Recherchefenster, Vorschaufenster, Multiuserfähigkeiten, Import-Export und facebookanbindung, Medienbibliotheken und Chatmöglichkeiten, Spamcontrol und “Melde an den Admin”-Knopf.
Schöne neue Welt, aber es ist klar, ohne geht es nicht.
Wenn sie so denken, dann ist dieser Artikel für sie jetzt fertig.
Wenn sie anders denken: Ich bin vor kurzem über Writemonkey gestolpert, nur ein kleiner Editor, bei welchem jemand das Wort “nur” etwas erster nahm als dies üblich ist, wie aufgerämt die Oberfläche sich gibt müssen sie selbst sehen, die Menues sind vollständig auf die rechte Maustaste verlegt.
Ich hab jetzt ein paar mal damit geschrieben - nur schreiben, nicht mal wirklich formatieren, und stelle fest, damit Schreiben ist ganz anders.
Ach ja, ein paar Features hat das Ding dann doch, ich hab mir erlaubt, für meine Einstellungen das strenge Design leicht zu durchbrechen und lass mir in der rechten oberen Ecke die Uhrzeit anzeigen.
Gruss
Andreas
Tags: Editor, Software
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January 22nd, 2010
Das Thema konstruktive Kritik entwickelt sich. Ein Gesprächsfaden von Andreas Allgeyer ist hinzugekommen, unsere Basis scheint mir ähnlich zu liegen, worin wir uns evtl. unterscheiden ist die Blickrichtung. Ich bin gespannt wohin es jetzt führt.
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Tags: Communities, Kritik
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January 21st, 2010
Kritik anbringen bedeutet nichts anderes, als sich mit vorgefundenem etwas vertiefter beschäftigen als wir dies ansonsten täten. Konstruktive im Sinne von weiterbringende Kritik ist also auch diejenige, welche man selbst verfasst, darin sehe ich den eigentlichen Nutzen von Fotoplattformen. In diesem Zusammenhang möchte ich offen lassen, ob die Kritik dann auch veröffentlicht wird, die Sache ist für uns somit (abgesehen vom Zeitaufwand) weitgehend gefahrlos.
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Tags: Communities, Kritik
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January 17th, 2010
Nach dem letzten Artikel - und der Anmerkung von Andreas Allgeyer - dürften wir davon ausgehen, dass der Begriff Foto für eine Fotocommunity zwar ein thematisches Band darstellt, es sich dabei aber um ein weites Feld handelt (frei nach Fontane).
Eine Fotocommunity ist kein Ort, an welchem sich tiefsinnige Kritik zu unseren Bildern automatisch einstellt. Die meisten Fotografen sind auch nicht viel erfahrener als wir und erwarten ihrerseits Kritik. Es gibt in diesem Sinne keine eigentlichen Mentoren. Hierin liegt der Unterschied zwischen einer Plattform und einer Beratung.
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Tags: Communities, Kritik
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December 31st, 2009
Fotoportale betrachte ich immer gerne als italienische Dorfplätze. Sie sind von der Sonnen beschienen und es hat viele Leute dort, man hat Zeit und kommt so ins Gespräch. Weil es aber Fotoportale sind, haben sie auch noch eine weitere Eigenschaften, welche bei Dorfplätzen nicht zwingend gegeben sind: Man geht davon aus, dass mehr oder weniger alle Personen eine Sache gemeinsam haben: Alle haben sie eine Kamera.
Ergo haben alle das gleiche Hobby, folglich denken alle diesbezüglich gleich und pure Harmonie ist unausweichlich. Lese den Rest dieses Eintrages »
Tags: Communities, Kritik
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December 31st, 2009
Der Begriff konstruktive Bildkritik gehört in Webforen zum Thema Fotografie wie das Ei zum Huhn. Immer wieder werden Versuche unternommen, solche Kritik zu beleben und Strukturen zu erschaffen, welche sie fördert. Das Ergebniss hingegen ist meist recht kurzlebig und wenig befriedigend.
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Tags: Communities, Kritik
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November 12th, 2009
… war meine einfache Themenvorgabe. Einerseits bestand das Thema schon und wollte nur überarbeitet werden, andererseits schien es mir in Kürze machbar. Das war im Juli dieses Jahres.
Jetzt ist also das Update erschienen

Ein paar Erfahrungen, welche ich aus der Überarbeitung ziehe:
- Themen werden umso umfassender, je kürzer die Themenbezeichung lautet.
- Am meisten Überblick hat man wenn man sich nicht unvorsichtigerweise sachkundig zu machen versucht.
- Fachliteratur kann sich nicht nur wiedersprechen, sondern auch als Kampfschrift Verwendung finden: Goethe gegen Newton, Küppers gegen den Rest der Welt.
- Die seicheten Stellen sind dort wo man zuvor sicheren Boden wähnte.
- Artikel für Webseiten werden beendet indem man einfach mit schreiben abbricht.
- Inzwischen ist mir nicht mehr klar wie das Farbsehen funktioniert, überhaupt, Farbe ist ein schwammiger Begriff geworden.
Anyway, das Thema Farbe hat jetzt einen neuen Anstrich gekriegt, besser spät als nie, ich hoffe, einen Teil meiner Verunsicherung an Sie abgeben zu können.
Gruss
Andreas
p.s. Literatur zu einzelnen Themen werde ich in Zukunft nicht mehr unter den jeweiligen Artikeln angeben, sondern auf der Literaturseite unter Links - bisher waren dort nur allgemein gefasste Bücher zum Thema Fotografie zu finden. Ich war per Mail darauf angesprochen worden, dass diese Angaben auf der Website verzettelt rumliegen.
Tags: Farbe
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August 13th, 2009
Nachdem ich das Buch Das kann ich auch gelesen hatte und von dessen Lekture recht angetan war, lenkte dessen Nachfolgewerk Das sagt mir was! meine Aufmerksamkeit auf sich. Das Buch trägt den Untertitel Sprachführer Deutsch-Kunst Kunst-Deutsch. Das erste Buch war eine Empfehlung und das zweite deshalb schnell gekauft (und gelesen). Lese den Rest dieses Eintrages »
Tags: Buch, Kunst
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